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            <title>Sammlung für Anträge des KV: Anträge</title>
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                <title>Sammlung für Anträge des KV: Anträge</title>
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                        <title>KV20160217-1neu: Positionierung des KV zur aktuellen Flüchtlingssituation (MV 17.02.2016)</title>
                        <link>https://kvgelsenkirchen.antragsgruen.de/kvgelsenkirchen/motion/448</link>
                        <author>Kreisvorstand Gelsenkirchen (Mit Änderungen von Martina und Manni (beschlossen am: 03.02.2016)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Diskussion nach den Ereignissen in Köln werden Sexismus bzw. sexistische Übergriffe und die aktuelle Flüchtlingsthematik zusammen miteinander verknüpft. Wir werden diese Vermischung nicht mitmachen: Die Übergriffe sind Straftaten, die verfolgt werden müssen, und Sexismus muss als Problem konkret angegangen werden. Mit der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingssituation hat dies jedoch nur wenig zu tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir dürfen unsere Grundwerte und ein Grundrecht - wie das auf Asyl - nicht aufgeben. Über Obergrenzen zu diskutieren erscheint uns wirklichkeitsfremd. Das Problem wird nur weiter geschoben und an der Grenze werden die Augen vor dem Leid von Menschen verschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anstatt solche Symbolpolitik zu betreiben, braucht es ein schnelles und effizientes Asylmanagement und Registrierungssystem. Asylanträge müssen schneller und fair bearbeitet werden, anstatt sich zu stapeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Hinweis auf Dublin II die Verantwortung auf Italien und Griechenland abzuschieben empfinden wir als heuchlerisch. Mit einer solchen Aussage würde sich die Bundesrepublik aus ihrer Verantwortung zurück ziehen und könnte sich als reichster EU-Binnenstaat zurücklehnen. Dies ist auch viel zu lange so geschehen. Statt dieser Kopf in den Sand Politik braucht es eine gemeinsame europäische Lösung, die auch die Verteilung von Flüchtlingen europäisiert Darüber hinaus müssen international die aktuell stattfindende sowie die zu erwartenden Wanderbewegungen thematisiert und nach Lösungen gesucht werden. In einer globalisierten Welt gibt es keine Möglichkeit sich wegzuducken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Konzept „sicherer Herkunftsstaaten“ lehnen wir weiterhin ab. Die Situation von z.B. Roma in den bisherigen angeblich „sicheren Herkunftsstaaten“ empfinden wir als höchstproblematisch und die Anerkennungsquoten in anderen europäischen Ländern machen deutlich, dass auch andere Länder ihre Bedenken haben. Eine Ausweitung auf die Staaten Nordafrikas halten wir aber nicht nur aufgrund der mangelnden Wirkung des Konzeptes für hilflose Symbolpolitik. Demokratische und rechtstaatliche Indikatoren lassen eher Zweifel daran aufkommen, dass dort politische Verfolgung wirklich ausgeschlossen ist. Perspektivlosigkeit in diesen Ländern führt schon länger zu einer kaum zu regulierenden Wanderbewegung. Das Umgehen mit problematischen Gruppen erfordert andere Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als extrem problematisch empfinden wir die neuen Beschlüsse der Bundesregierung den Familiennachzug zu begrenzen. Ein solches Vorgehen zwingt Frauen und Kinder auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer , um zu den Männern und Vätern in Europa zu gelangen. Hier braucht es eine humane Lösung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Integration forcieren</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch für die Integration ist ein solcher Familiennachzug wichtig. Nur wenn wir Menschen hier eine Perspektive bieten – und dazu gehört natürlich auch das Zusammenleben mit der Familie – können wir erwarten, dass sie sich auch als Teil der Gesellschaft fühlen. Nur wer ohne Angst um seine Liebsten hier lebt, kann alle Angebote zu Bildung, Sprachförderung, Arbeit sowie weitere Integrationsmaßnahmenunbeschwert angehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zentrales Element zur Integration ist dabei auch die Schnelle des Asylverfahrens. Je schneller dieses geklärt ist, desto schneller herrscht Klarheit, und Wege zuArbeit und Integrationskursen können beschrittenwerden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Integration der Zugewanderten stellt natürlich die große Herausforderung für die Stadtgesellschaft dar. In Gelsenkirchen unterstützen wir die Stadtverwaltung in ihrer Planung der dezentralen und stadtweiten Unterbringung. Wir erleben viele engagierte Bündnisse und Personen, die deutlich machten, dass nicht nur während der WM „die Welt zu Gast bei Freunden“ sein kann. Hier ist allen Engagierten großer Dank auszusprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nichtsdestotrotz sind Unterbringung und Integration bundesweit für die Kommunen eine finanzielle Herausforderung. Die positive Steuerentwicklung wird ihren Beitrag dazu leisten, dies aufzufangen. Für uns gilt aber eine ganz deutliche Prämisse bei allen Fragen der Finanzierung von Flüchtlingshilfe: Es darf nicht eine Gruppe gegen eine andere ausgespielt werden. Soziale Kürzungen oder Einsparungen bei den Ärmsten der Gesellschaft oder auch die weitere Belastung kleiner und mittlerer Einkommen halten wir nicht nur inhaltlich für falsch, sondern auch für gefährlichen sozialen Sprengstoff gegen den Zusammenhalt der Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bürgerwehren zu gründen, bringt uns in einer solch angespannten Situation nicht weiter und macht den Ordnungskräften nur mehr Arbeit. Berichte über Personenkontrollen in Buer durch solche Gruppierungen haben unsere Ablehnung bestätigt. Der Instrumentalisierung sexistischerÜbergriffe gegen Frauen, für rassistische Hetze und zum Schüren von Gewalt , stellen wir uns klar entgegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fluchtursachen angehen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nicht zuletzt darf nicht vergessen werden, dass jede Flucht ihre Ursache hat. Niemand verlässt freiwillig sein Zuhause, begibt sich auf dem Meer in Lebensgefahr und nimmt lange Wanderschaft auf sich. Um dies zu verhindern, braucht es unter anderem eine vorausschauende und friedensorientierte Außenpolitik, nachhaltige und lokale Wirtschaft unterstützende Entwicklungspolitik und globalen Einsatz für Klimaschutz.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 17 Feb 2016 13:40:00 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>KV20160217-1: Resolution zur aktuellen Flüchtlingssituation (MV 17.02.2016)</title>
                        <link>https://kvgelsenkirchen.antragsgruen.de/kvgelsenkirchen/motion/407</link>
                        <author>Kreisvorstand Gelsenkirchen (beschlossen am: 03.02.2016)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Diskussion nach den Ereignissen in Köln hat dazu geführt, dass Sexismus und die aktuelle Flüchtlingsdiskussion zusammen miteinander verknüpft wird. Wir werden diese Vermischung nicht mitmachen: Die Übergriffe sind Straftaten, die verfolgt werden müssen und Sexismus muss endlich konkret angegangen werden. Mit der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingssituation hat dies jedoch nichts zu tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir dürfen unsere Grundwerte und ein Grundrecht wie das auf Asyl nicht aufgeben. Über Obergrenzen zu diskutieren erscheint uns wirklichkeitsfremd. Das Problem wird nur weiter geschoben und an der Grenze Augen vor dem Leid von Menschen verschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anstatt solche Symbolpolitik zu betreiben braucht es ein schnelles und effizientes Asylmanagement. Asylanträge müssen schneller und fair bearbeitet werden, anstatt sich zu stapeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch der Hinweis auf Dublin II und damit die Verantwortung auf Italien und Griechenland abzuschieben empfinden wir als heuchlerisch. Mit einer solchen Aussage zieht sich die Bundesrepublik aus ihrer Verantwortung zurück und könnte sich als reichster EU-Binnenstaat zurücklehnen. Dies ist viel zu lange geschehen. Statt dieser Kopf in den Sand Politik braucht es eine gemeinsame europäische Lösung, die auch die Verteilung von Flüchtlingen europäisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Konzept „sicherer Herkunftsstaaten“ lehnen wir weiterhin ab. Die Situation von Roma in den bisherigen angeblich „sicheren Herkunftsstaaten“ empfinden wir für höchstproblematisch und Anerkennungsquoten in anderen europäischen Ländern machen deutlich, dass auch andere Länder ihre Bedenken haben. Eine Ausweitung auf die Staaten Nordafrikas halten wir aber nicht nur aufgrund der mangelnden Wirkung des Konzeptes ab. Demokratische und rechtstaatliche Indikatoren lassen eher Zweifel daran aufkommen, dass dort politische Verfolgung wirklich ausgeschlossen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als extrem problematisch empfinden wir die neuen Beschlüsse der Bundesregierung den Familiennachzug zu begrenzen. Ein solches Vorgehen zwingt Frauen und Kinder anstatt den beschwerlichen Weg über die Bürokratie den gefährlichen über das Mittelmeer anzugehen, um zu den Männern und Vätern in Europa zu gelangen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Integration forcieren</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber auch für die Integration ist ein solcher Familiennachzug wichtig. Nur wenn wir Menschen hier eine Perspektive bieten – und dazu gehört natürlich auch die Familie – können wir erwarten, dass sie sich auch als Teil der Gesellschaft fühlen. Nur wer ohne Angst um seine Liebsten hier lebt, kann auch alle Angebote zur Bildung, Sprachförderung und ähnliche Maßnahmen unbeschwert angehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zentrales Element zur Integration ist dabei auch die Schnelle des Asylverfahrens. Je schneller dieses geklärt ist, desto schneller herrscht Klarheit und Wege zur Arbeit und Integrationskursen können bestritten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Integration bietet natürlich die große Herausforderung dieser Flüchtlingssituation. In Gelsenkirchen unterstützen wir die Stadtverwaltung in ihrer Planung der dezentralen und stadtweiten Unterbringung. Wir erleben viele engagierte Bündnisse und Personen, die deutlich machten, dass nicht nur während der WM „die Welt zu Gast bei Freunden“ sein kann. Hier ist nur ein großer Dank auszusprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nichtsdestotrotz ist dies bundesweit eine finanzielle Herausforderung. Die positive Steuerentwicklung wird ihren Beitrag dazu leisten, dies aufzufangen. Für uns gilt aber eine ganz deutliche Prämisse bei allen Fragen der Finanzierung von Flüchtlingshilfe: Es darf nicht sozial schwach gegen sozial schwach ausgespielt werden. Soziale Kürzungen oder Einsparungen bei den Ärmsten der Gesellschaft halten wir nicht nur inhaltlich für falsch, sondern auch für einen Zündstoff der Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bürgerwehren zu gründen, bringt uns in einer solch angespannten Situation nicht weiter. Berichte über Personenkontrollen in Buer durch solche Gruppierungen haben unsere Ablehnung bestätigt. Der Instrumentalisierung menschenfeindlicher Übergriffe gegen Frauen, um rassistische Hetze zu unterstützen und mehr Gewalt zu fördern, stellen wir uns klar entgegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fluchtursachen angehen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nicht zuletzt darf nicht vergessen werden, dass jede Flucht ihre Ursache hat. Niemand verlässt freiwillig sein Zuhause, begibt sich auf dem Meer in Lebensgefahr und nimmt lange Wanderschaft auf sich. Um dies zu verhindern braucht es unter anderem eine vorausschauende und friedensorientierte Außenpolitik, nachhaltige und lokale Wirtschaft unterstützende Entwicklungspolitik und globalen Einsatz für Klimaschutz.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 05 Feb 2016 14:06:00 +0100</pubDate>
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